FRANZFON auf neue Hardware umziehen

Wie du deine komplette FRANZFON-Anlage per Proxmox-Backup auf einen neuen Server umziehst, ohne Datenverlust und mit allen Einstellungen.

Worum es geht

Wenn du FRANZFON auf einen anderen oder leistungsfähigeren Server umziehen willst (zum Beispiel weil der bisherige Prozessor die Offline-Spracherkennung nicht unterstützt), holst du die komplette virtuelle Maschine mit allen Einstellungen, Kontakten, Voicemails und Anrufwegen 1:1 auf die neue Hardware. Du richtest nichts neu ein.

Wichtig: Das ist ein Backup der VM, kein Snapshot. Ein Proxmox-Snapshot ist nur ein Rücksetzpunkt auf demselben Server und lässt sich nicht auf einen anderen Rechner übertragen. Ein Backup erzeugt eine Datei, die du mitnehmen und auf dem neuen Server wiederherstellen kannst.

Voraussetzung am neuen Server

  • Proxmox VE, möglichst dieselbe Hauptversion wie bisher.
  • Ein Prozessor mit dem Befehlssatz SSE4.2 (Intel ab etwa 2008, AMD ab etwa 2011), falls du die automatische Voicemail-Transkription nutzen möchtest. Ohne SSE4.2 läuft alles andere normal, nur die Transkription nicht.

Schritt 1: Backup der bestehenden Anlage erstellen

  1. Wähle am ALTEN Proxmox-Server die FRANZFON-VM aus, dann links „Backup”, dann „Backup now”.
  2. Als Modus „Stopp” wählen (die VM wird für die Sicherung kurz heruntergefahren, das ergibt eine saubere Kopie), als Komprimierung „ZSTD”.
  3. Das Backup starten. Es entsteht eine Datei, die auf .vma.zst endet.

Schritt 2: Backup auf den neuen Server bringen

Lade die Backup-Datei am alten Proxmox herunter (links beim Speicher auf „Backups”, dann das Download-Symbol) und lege sie am neuen Proxmox wieder ab (Speicher „local”, „Backups”, „Upload”). Alternativ geht das auch per USB-Stick oder über das Netzwerk.

Schritt 3: Am neuen Server wiederherstellen

  1. Am neuen Proxmox die hochgeladene Backup-Datei auswählen, dann „Restore”.
  2. Du kannst dieselbe VM-Nummer wie vorher verwenden, am neuen Server ist sie frei.
  3. Wichtig: das Häkchen „Unique” NICHT setzen. Dann behält die Anlage ihre Netzwerk-Identität (MAC-Adresse) und ihre Konfiguration unverändert. „Unique” bräuchtest du nur, wenn die alte VM gleichzeitig im selben Netz weiterläuft.
  4. Als Speicher den vorhandenen Speicher des neuen Servers auswählen, dann den Restore starten.

Schritt 4: Nach der Wiederherstellung

  1. CPU-Typ auf „host” stellen: die VM auswählen, „Hardware”, „Prozessoren” doppelklicken, Typ auf „host” setzen. Damit bekommt die Anlage den vollen Befehlssatz des neuen Prozessors, der für die Spracherkennung nötig ist.
  2. Prüfen, dass der QEMU-Gast-Agent aktiviert ist („Optionen”, „QEMU Guest Agent”).
  3. Falls der alte Server weiterlief: die alte VM jetzt ausschalten, damit es keine Doppelung im Netz gibt.
  4. Die VM starten. Sie holt sich per Netzwerk eine IP-Adresse, meist dieselbe wie vorher, weil die MAC-Adresse gleich bleibt.

Schritt 5: Lizenz auf die neue Maschine umziehen

Deine Lizenz ist an die ursprüngliche Hardware gebunden. Nach dem Umzug kann es sein, dass die Anlage die Lizenz nicht mehr als gültig erkennt. Das ist normal:

  • Erstelle dazu im Portal ein Issue: franzfon.de/portal/new-issue
  • Gib an, dass du FRANZFON auf eine neue Maschine umgezogen hast.
  • Wir setzen die Bindung zurück, danach ist deine Lizenz am neuen Server wieder aktiv. Das ist ein einmaliger Vorgang pro Umzug.

Fertig

Anrufwege, Mitarbeiter, Kontakte, Voicemails und Einstellungen sind unverändert da. Wenn du die Spracherkennung vorher wegen der alten CPU nicht nutzen konntest, klicke einmal unter Voicemail auf „Modell herunterladen”, jetzt läuft sie auf der neuen Hardware durch.

Tipp: Wenn du nur die FRANZFON-Daten (ohne das ganze Betriebssystem) auf eine frisch aufgesetzte Anlage übertragen möchtest, geht das auch über das FRANZFON-Backup im Dashboard. Wie das funktioniert, steht im Artikel „Backup einrichten und wiederherstellen”.

Zuletzt aktualisiert: · Autor: IAP-IT, Viktor Weizel

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