Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen

IAP-IT
Viktor Weizel
Am Meilenstein 9
53909 Zülpich
Deutschland

(nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der Software FRANZFON sowie damit verbundener Dienstleistungen.

(2) FRANZFON ist eine selbst-gehostete IP-Telefonanlage (VoIP/PBX-Software), die der Kunde auf eigener Infrastruktur betreibt. Der Anbieter stellt die Software, Lizenzschlüssel, Updates und das Kundenportal bereit.

(3) Diese AGB gelten sowohl für Verbraucher (§ 13 BGB) als auch für Unternehmer (§ 14 BGB). Soweit einzelne Bestimmungen nur für eine dieser Gruppen gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet.

Verbraucher (B2C) ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

Unternehmer (B2B) ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Dies umfasst insbesondere IT-Dienstleister, die FRANZFON für ihre Kunden einsetzen oder verwalten.

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter gewährt dem Kunden ein nicht-exklusives, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Software FRANZFON gemäß dem gewählten Tarif.

(2) Folgende Tarife stehen zur Verfügung:

Merkmal Free Pro
Preis 0,00 EUR (dauerhaft kostenlos) 99,00 EUR pro Jahr
Mitarbeiter Bis zu 2 Bis zu 10
Geräte pro Mitarbeiter 3 5
Laufzeit Unbegrenzt 12 Monate (Jahreslizenz)
Alle Features & Apps Inklusive Inklusive
E-Mail-Support Inklusive

(3) Die Software wird als virtuelle Maschine (VM) zum Download bereitgestellt. Der Kunde ist für die Installation und den Betrieb auf eigener Infrastruktur selbst verantwortlich.

(4) Alle Telefondaten (Anrufe, Kontakte, Voicemails) werden ausschließlich auf der Infrastruktur des Kunden gespeichert. Der Anbieter hat keinen Zugriff auf diese Daten.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung im Kundenportal und die Bestätigung der E-Mail-Adresse (Double-Opt-In) zustande.

(2) Bei kostenpflichtigen Tarifen kommt der Vertrag zusätzlich erst mit dem Abschluss des Bestellvorgangs und der Zahlung zustande.

(3) Die Vertragssprache ist Deutsch.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter nicht gespeichert und ist nach Vertragsschluss nicht über die Website abrufbar. Der Kunde kann die AGB jederzeit unter franzfon.de/agb einsehen. Die Bestelldaten werden dem Kunden per E-Mail zugesandt.

§ 4 Laufzeit und Kündigung

(1) Free-Tarif: Der kostenlose Tarif läuft auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden.

(2) Pro-Tarif: Die Lizenz hat eine Laufzeit von 12 Monaten ab Aktivierung. Der Kunde kann zwischen zwei Zahlungsmodellen wählen:

a) Abo (automatische Verlängerung): Die Lizenz verlängert sich automatisch um jeweils 12 Monate, sofern der Kunde nicht vor Ablauf der Laufzeit kündigt. Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich. Der Kunde wird mindestens 30 Tage vor der automatischen Verlängerung per E-Mail informiert.

b) Einmalzahlung (manuelle Verlängerung): Die Lizenz endet nach 12 Monaten. Vor Ablauf wird der Kunde per E-Mail benachrichtigt und kann die Lizenz manuell erneuern. Es erfolgt keine automatische Abbuchung.

(3) Nach Ablauf einer Pro-Lizenz ohne Verlängerung wird die Installation automatisch auf den Free-Tarif zurückgestuft. Die Software bleibt funktionsfähig, allerdings mit den Einschränkungen des Free-Tarifs (max. 2 Mitarbeiter, 3 Geräte pro Mitarbeiter, kein E-Mail-Support).

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(5) Die Kündigung kann formlos per E-Mail an info@franzfon.de oder über das Kundenportal erfolgen. Bei Abo-Zahlungen wird die Kündigung zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam. Eine Erstattung bereits gezahlter Beträge für die laufende Periode erfolgt nicht.

§ 5 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise.

Für Verbraucher (B2C): Alle Preise verstehen sich als Bruttopreise inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer (derzeit 19 %).

Für Unternehmer (B2B): Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (derzeit 19 %). Auf Rechnungen wird die Mehrwertsteuer gesondert ausgewiesen.

(2) Folgende Zahlungsarten stehen zur Verfügung:

  • Kreditkarte (über PayPal): Sofortige Freischaltung nach Zahlungseingang.
  • Lastschrift (über PayPal): Sofortige Freischaltung nach Zahlungseingang.
  • PayPal: Sofortige Freischaltung nach Zahlungseingang.
  • Überweisung: Freischaltung nach Zahlungseingang (ca. 1–2 Werktage).

Die Zahlungsabwicklung für Kreditkarte, Lastschrift und PayPal erfolgt über den Zahlungsdienstleister PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A. Es gelten zusätzlich die Nutzungsbedingungen von PayPal.

(3) Die Zahlung ist mit Bestellung fällig. Bei Überweisung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum zu begleichen.

(4) Der Kunde erhält nach erfolgreicher Zahlung eine Rechnung im PDF-Format über das Kundenportal. Rechnungen an Unternehmer enthalten alle nach § 14 UStG erforderlichen Angaben.

(5) Kommt der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen (Verbraucher: 5 Prozentpunkte über Basiszins gemäß § 288 Abs. 1 BGB; Unternehmer: 9 Prozentpunkte über Basiszins gemäß § 288 Abs. 2 BGB).

§ 6 Lizenzschlüssel

(1) Nach Zahlungseingang erhält der Kunde einen Lizenzschlüssel, der in der FRANZFON-Installation eingegeben wird.

(2) Ein Lizenzschlüssel ist an eine Installation (eine VM) gebunden. Die Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet.

(3) Die Lizenz berechtigt zur Nutzung auf der Anzahl von Geräten und Mitarbeitern, die im jeweiligen Tarif vorgesehen sind.

(4) Bei Missbrauch (z. B. Weitergabe des Lizenzschlüssels, Manipulation der Lizenzvalidierung) behält sich der Anbieter das Recht vor, die Lizenz nach vorheriger Abmahnung zu sperren.

§ 7 Besondere Bestimmungen für IT-Dienstleister (B2B)

(1) IT-Dienstleister und Managed-Service-Provider (nachfolgend „MSP") können über das Kundenportal Lizenzen erwerben und diese ihren Endkunden zuordnen.

(2) Der MSP ist Vertragspartner des Anbieters. Das Vertragsverhältnis zwischen dem MSP und dessen Endkunden ist eine eigenständige Vereinbarung, auf die der Anbieter keinen Einfluss hat.

(3) Der MSP ist verantwortlich für die Installation, Konfiguration und den Support der Software gegenüber seinen Endkunden. Der Anbieter leistet Support ausschließlich gegenüber dem MSP.

(4) Jede Lizenz ist an eine Installation gebunden. Pro Endkunde bzw. Standort ist eine separate Lizenz erforderlich.

§ 8 Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Software für die Dauer des Vertragsverhältnisses.

(2) Der Kunde darf die Software nicht dekompilieren, disassemblieren, zurückentwickeln (Reverse Engineering) oder in sonstiger Weise versuchen, den Quellcode zu ermitteln, soweit dies nicht durch zwingendes Recht (§ 69e UrhG) gestattet ist.

(3) Der Kunde darf die Software nicht unterlizenzieren, vermieten, verleihen oder Dritten zugänglich machen. Dies gilt nicht für IT-Dienstleister gemäß § 7, die im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs separate Lizenzen für ihre Endkunden erwerben und die Software im Auftrag ihrer Endkunden installieren und betreiben. Die Weitergabe des eigenen Lizenzschlüssels an Dritte bleibt in jedem Fall untersagt.

§ 9 Verfügbarkeit und Haftung

(1) Da FRANZFON eine selbst-gehostete Lösung ist, liegt die Verfügbarkeit der Telefonanlage in der Verantwortung des Kunden (eigene Infrastruktur, Netzwerk, Strom).

(2) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Lizenzservers und des Kundenportals, kann aber keine 100%ige Verfügbarkeit garantieren. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorher angekündigt.

(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Für Verbraucher (B2C):

(4a) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, maximal jedoch auf den Betrag der Jahreslizenz (99,00 EUR).

Für Unternehmer (B2B):

(4b) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, maximal jedoch auf den Betrag der Jahreslizenz (99,00 EUR). Für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder Datenverlust haftet der Anbieter gegenüber Unternehmern nicht, es sei denn, es liegt Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vor.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz oder bei arglistigem Verschweigen von Mängeln.

§ 10 Gewährleistung und Mängelrechte

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Software im Wesentlichen der Produktbeschreibung entspricht.

(2) Mängel können über das Kundenportal (Issue-System) oder per E-Mail an info@franzfon.de gemeldet werden.

(3) Bei berechtigten Mängeln wird der Anbieter nach eigener Wahl den Mangel durch ein Update beheben oder eine Umgehungslösung bereitstellen (Nacherfüllung).

Für Verbraucher (B2C):

(4a) Die Gewährleistungsfrist beträgt 24 Monate ab Bereitstellung der Software (§ 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Die Beweislastumkehr gemäß § 477 BGB gilt innerhalb der ersten 12 Monate.

Für Unternehmer (B2B):

(4b) Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Bereitstellung der Software. Der Kunde hat Mängel unverzüglich nach Entdeckung zu rügen (§ 377 HGB analog). Bei verspäteter Mängelrüge gelten die Leistungen als genehmigt.

§ 11 Widerrufsrecht (nur Verbraucher)

Dieser Paragraph gilt ausschließlich für Verbraucher (B2C). Unternehmer (B2B) haben kein gesetzliches Widerrufsrecht.

(1) Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Die vollständige Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular finden Sie unter franzfon.de/widerruf.

(2) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Verbraucher im Bestellvorgang ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Bereitstellung des Lizenzschlüssels (digitaler Inhalt) vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB).

(3) Der kostenlose Free-Tarif begründet keinen entgeltlichen Vertrag und ist daher nicht widerrufsfähig.

§ 12 Datenschutz

Einzelheiten zur Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten sind in unserer Datenschutzerklärung geregelt.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Für Verbraucher (B2C): Die Rechtswahl gilt nur insoweit, als nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltsstaates des Verbrauchers entgegenstehen.

Für Unternehmer (B2B): Es gilt ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Gerichtsstand für Unternehmer (B2B): Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten Euskirchen. Dies gilt auch, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4) Verbraucherstreitbeilegung: Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

Stand: März 2026